CANAZEI - LA VILLA im Gadertal / VAL BADIA
Unter dem Sella-Massiv zum Passo Pordoi und Signature-Trail No. 15
2.Tag / 23. August 2025
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Start: Canazei (ca. 1.450 hm)
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Ziel: La Villa
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Gesamtstrecke: ca. 42 km
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Höhenmeter bergauf: ca. 1.450 hm
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Höhenmeter bergab: ca. 1.650 hm
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Höchster Punkt: Passo Pordoi – 2.230 hm
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Technik: überwiegend S0–S2, kurze S3-Passage (600 m)
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Einkehrmöglichkeiten: Canazei, Arabba, Cherz-Plateau, Armentarola
Die zweite Etappe startete in Canazei und führte zunächst stetig bergauf unterhalb des imposanten Sella-Massiv. Schon früh wurde klar, dass auch dieser Tag vor allem eines bereithält: lange, steile Anstiege. Ab etwa 1.450 hm ging es in zunehmend steileres Gelände, technisch zwar überwiegend unverblockt, aber konditionell fordernd.
Der Weg hinauf zum Pordoipass auf rund 2.230 hm zog sich deutlich. Die ersten Kilometer verliefen durch das Skigebiet von Canazei – funktional, aber wenig inspirierend. Die Trails bewegten sich zwar im Bereich S0 bis S2, wirkten jedoch eher wie verbindende Infrastruktur als echte Highlights.
Vom Pordoipass folgte eine längere Abfahrt mit kurzen Gegenanstiegen hinunter nach Arabba. Landschaftlich eindrucksvoll, fahrtechnisch jedoch überraschend unspektakulär. Schmale, kurvige Pfade wechselten sich mit flüssigen Abschnitten ab, ohne wirklich hängenzubleiben. In Arabba gäbe es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten – realistisch betrachtet blieb dafür im Gruppenkontext jedoch wenig Raum.
Nach einer kurzen Abfahrt begann direkt der nächste Anstieg in Richtung Pralongià. Zunächst ging es hinauf zum Cherz-Plateau, danach weiter bis auf gut 2.100 hm. Spätestens hier machte sich bei mir eine gewisse Ermüdung breit – weniger körperlich als mental. Die Anstiege wirkten endlos, Pausen blieben kurz, und das Gefühl, einfach nur „Höhenmeter abzuarbeiten“, verstärkte sich.
Oben angekommen fiel die Entscheidung zwischen Originalroute und Variante. Die Abfahrt Richtung Armentarola mit anschließendem Gegenanstieg zum Signature-Trail No. 15 klang auf dem Papier nach einem echten Highlight. In der Realität entpuppte sich auch dieser Abschnitt als mehr Aufwand als Ertrag: erst eine lange Abfahrt, dann nochmals ein kurzer, aber unangenehm steiler Gegenanstieg – teils auf Asphalt.
Der sogenannte Signature-Trail selbst begann auf etwa 1.760 hm und verlief zunächst relativ unspektakulär, nahezu höhengleich. Zum Abschluss bestand die Wahl zwischen einem steilen S3-Trail oder einer Asphaltabfahrt hinunter nach La Villa. Technisch sicher reizvoll für versierte Fahrer, für mich persönlich jedoch kein Ausgleich mehr für die sehr anstrengende Gesamtetappe.
Fazit Etappe 2:
Eine konditionell extrem fordernde Etappe mit viel Auf und Ab, hohem Höhenmeteranteil und wenig Erholung. Trotz großartiger Dolomitenkulisse blieb für mich das Gefühl, dass Fahrspaß, Flow und Genuss deutlich hinter Anstrengung und Taktung zurückstanden. Spätestens hier war klar: Diese Tour fordert viel – gibt mir persönlich aber zu wenig zurück.
Tour 2: Canazei – La Villa [via Trail No.15] (39 km / 1.680 hm)
◦ https://www.komoot.com/de-de/tour/1912028749
• Var. 2.1: Canazei – La Villa [via Piz La Ila] [35 km / 1.520 hm]
◦ https://www.komoot.com/de-de/tour/1916751102
• Var. 2.2: Gondel ab Canazei - La Villa [via Trail No.15] (36 km / 1.230 hm)
◦ https://www.komoot.com/de-de/tour/1916731860
>> die Varianten 2.1/2.2 entsprechen bis zur Pralongia (2/3 der Etappe) der Originalstrecke wir können also vor Ort entscheiden wie wir nach La Villa abfahren.
Übernachtung: La Villa – Sportony Mountain Lodges https://www.sportony.it/de/
